Description
Die wissenschaftliche Diskussion um die Entstehung von Weihnachten und Epiphanias kreist meist um zwei Entstehungshypothesen: Vor allem im angels?chsischen Sprachraum wird in der theologischen Literatur ein innerchristlicher Entstehungszusammenhang aufgrund von fr?hchristlichen Berechnungen favorisiert, w?hrend sonst meist auf parallele heidnische Feiern als Anla? f?r die Entstehung der beiden Feste verwiesen wird. Eine derartige Parallelbildung eines christlichen Festes am Termin eines beliebten heidnischen Festes w?rde, so die weit verbreitete Ansicht, den heutigen Kenntnissen ?ber die Inkulturation des Christentums entsprechen. Hans F?rster zeigt, da? beide Hypothesen f?r die Entstehung von Weihnachten und Epiphanias die Situation des vierten Jahrhunderts nicht erkl?ren k?nnen. Die Sonnensymbolik hat sicherlich zur Wahl des Festtermins entscheidend beigetragen. Sie konnte dies jedoch gerade deswegen, weil es eben kein paralleles r?misches Sonnwendfest gab, das sich im vierten Jahrhundert besonderer Beliebtheit erfreut h?tte. Das angeblich weit verbreitete und beliebte "Sol-Invictus-Fest" wurde vielmehr aufgrund einer h?chst fragw?rdigen Interpretation christlicher Quellen konstruiert; eine genaue Lekt?re dieser Quellen vermag jedoch zu zeigen, da? es dieses Fest wahrscheinlich nicht gab, zumindest hat es sich um kein verbreitetes oder beliebtes Fest gehandelt. Dies bedeutet eine entscheidende Akzentverschiebung der g?ngigen Sicht des Christentums im vierten Jahrhundert.
Binding: Paperback / softback
Binding: Paperback / softback
