Description
Am Ende des 20. Jahrhunderts hatte die bundesstaatliche Ordnung an Ansehen gewonnen. K?nnen die Merkmale des Bundesstaates auf ein Verfassungsprinzip der Bundesstaatlichkeit zur?ckgef?hrt werden, das auf einer h?heren Abstraktionsebene angesiedelt ist? Ist das Bundesstaatsprinzip ein Grundsatz des geschriebenen oder ungeschriebenen Verfassungsrechts? Kann dieses Prinzip Grundlage f?r weitere juristische Ableitungen sein oder ist es entbehrlich? Edin Sarcevic fragt nach einem Verfassungsprinzip, das aus dem Grundgesetz hergeleitet werden kann; er er?rtert seine etwaigen Inhalte, Strukturen und seine Leistungsf?higkeit f?r die juristische Dogmatik. Die Existenzberechtigung eines Verfassungsprinzips 'Bundesstaat' f?r die juristische Probleml?sung und Dogmatik schlie?t die methodische Er?rterung der dogmatischen Argumentation ein. Soweit dabei die methodischen Analysen als 'Dekonstruktion' eines Verfassungsprinzips Bundesstaat erscheinen, ist dies vor allem als ein Pl?doyer f?r die Sch?rfung des methodenkritischen Bewu?tseins bei der Verfassungsinterpretation zu verstehen. Ein R?ckgriff auf das Bundesstaatsprinzip ist dogmatisch ?berfl?ssig, seine Tragweite reicht nicht ?ber die sprachliche Hilfeleistung, die argumentationstechnische und kognitive Bedeutung hinaus. Das Prinzip dient weniger der Wahrung der Eigenstaatlichkeit der L?nder, es beschreibt vielmehr eine verfassungsrechtlich definierte Bund-L?nder-Beziehung und stellt keine Grenze gegen die ?bertragung von Hoheitsrechten und keine strukturelle Absicherung der L?nderstaatlichkeit dar.
Binding: Hardback
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